Der Guide für internationales SEO

Wenn auf Ihrer Website Nutzern aus verschiedenen Ländern oder Regionen oder Nutzern, die verschiedene Sprachen sprechen, unterschiedliche Inhalte angeboten werden, können Sie die Google-Suchergebnisse für Ihre Website optimieren.

Eine Website wird als mehrsprachig bezeichnet, wenn sie Inhalte in mindestens zwei Sprachen anbietet. Dazu gehört beispielsweise eine auf Deutsch und Französisch verfügbare Website eines schweizer Unternehmens. Die Google-Suche versucht, Seiten zu finden, die der Sprache des Suchenden entsprechen.

Eine internationale Website dagegen wendet sich ausdrücklich an Nutzer in verschiedenen Ländern. Dazu gehört beispielsweise ein Hersteller, der sowohl nach Deutschland, in die Schweiz und auch in die USA liefert. Die Google-Suche versucht, die richtige Seite für den Standort des Suchenden zu finden.

Eine Websites kann auch international und mehrsprachig sein. Eine Website kann beispielsweise unterschiedliche Versionen für Deutschland und die Schweiz haben und die Inhalte für die Schweiz sowohl auf deutsch als auch auf Französisch anbieten

In diesem SEO Guide erfahren Sie alles über den richtigen Umgang mit Google und mehrsprachigen bzw. internationalen Webseiten. Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihre Website international für die Google Suche optimieren, wie Sie Duplicate Content vermeiden und wie Sie das hreflang Link-Attribut richtig nutzen.

Googles Signale für die internationale Ausrichtung

Die Verwendung der rel=”alternate” hreflang=”x” Anmerkung ist essenzieller Bestandteil einer internationalen SEO-Strategie, aber bei weitem nicht der einzige. Neben dem entsprechenden hreflang Markup sind für Google auch folgende Faktoren ausschlaggebend für die Ausrichtung von Inhalten auf Sprachen und Länder:

  1. ccTLDs
  2. Search Console Einstellungen
  3. hreflang-Element
  4. Sprache der Inhalte
  5. Währung und Adress-Formate auf der Webseite
  6. Google My Business Profil
  7. Backlinks
ccTLDs (Country Code Top-Level-Domain)

Google wertet lokale Top-Level-Domains als ein starkes Signal in ihrem Algorithmus. Durch die Verwendung einer ccTLD (Country Code Top-Level-Domain, z.B. .de, .ch, at usw.) wird Google signalisiert, dass diese Website auf das entsprechende Land ausgerichtet ist und möglicherweise speziell dieses Publikum ansprechen möchte.

Die Verwendung einer schlüssigen ccTLD-Strategie hilft darüber hinaus eine kurze, prägnante und saubere URL-Struktur einzuhalten. Auf den Suchergebnisseiten neigen die User zudem verstärkt dazu, auf Ergebnisse mit einer lokalen Domainendung zu klicken, da sie diese für relevanter empfinden. Dieses Verhalten kann zu einer höheren Klickrate (CTR) führen und letztendlich auch zu einer besseren Positionen in den Suchergebnissen führen.

Search Console Einstellungen

Verfügt die eigene Website über länderspezifische Subdomains (z.B. de.domain.com) oder Verzeichnisse (www.domain.com/de/), sollte das jeweilige geografische Ziel in der Google Search Console gesetzt werden.

Im Falle eines Onlineshops wäre dies sinnvoll, wenn Artikel des Verzeichnisses www.domain.com/de/ ausschließlich aus Deutschland heraus bestellbar sind und der Inhalt nur in deutscher Sprache vorliegt  bzw. oder nur für deutschsprachige Kunden gedacht ist.

Wenn der Onlineshop allerdings auch Bestellungen von deutschsprachigen Kunden aus der Schweiz und Österreich entgegennimmt, es aber keine spezielle Landingpage für diese beiden Länder gibt, dann würde die Ausrichtung des de-Verzeichnisses auf Deutschland die Leistung der Website auf dem schweizerischen und österreichischen Markt reduzieren.

JETZT ANMELDEN ZUM SEO SEMINAR

Berlin
Hamburg
München
Köln
Frankfurt
Düsseldorf
Stuttgart

Search Console Einstellungen

Verfügt die eigene Website über länderspezifische Subdomains (z.B. de.domain.com) oder Verzeichnisse (www.domain.com/de/), sollte das jeweilige geografische Ziel in der Google Search Console gesetzt werden.

Im Falle eines Onlineshops wäre dies sinnvoll, wenn Artikel des Verzeichnisses www.domain.com/de/ ausschließlich aus Deutschland heraus bestellbar sind und der Inhalt nur in deutscher Sprache vorliegt  bzw. oder nur für deutschsprachige Kunden gedacht ist.

Wenn der Onlineshop allerdings auch Bestellungen von deutschsprachigen Kunden aus der Schweiz und Österreich entgegennimmt, es aber keine spezielle Landingpage für diese beiden Länder gibt, dann würde die Ausrichtung des de-Verzeichnisses auf Deutschland die Leistung der Website auf dem schweizerischen und österreichischen Markt reduzieren.

hreflang Link-Attribut Markup

Viele Websites wenden sich an Nutzer auf der ganzen Welt. Aus diesem Grund werden die Inhalte für bestimmte Regionen übersetzt oder angepasst. Google verwendet die Anmerkungen rel=“alternate“ hreflang=“x“, um Nutzern die korrekte Sprache oder regionale URL anzubieten.

Duplicate Content vermeiden und die Sprachversion der Inhalte auszeichnen

Durch die Verwendung des rel=”alternate” hreflang=”x” Link-Attribut kann sichergestellt werden, dass Google die jeweilige geografische Ausrichtung der Website versteht und die jeweils passende Sprachversion oder regionale URL eines Inhalts anzeigt.

Expandiert beispielsweise ein Onlineshop mit seinen Angeboten in mehrere Länder, Regionen und/oder Sprachen, ergeben sich eine Fülle von Fragen zur Auffindbarkeit der Inhalte, über die sich Anbieter, die nur in einem Land aktiv sind keine Gedanken machen müssen. Duplicate Content ist eines der am häufigsten auftretenden Probleme, da weite Teile der Inhalte weitestgehend identisch sind und sich nicht immer in ihrer Sprache unterscheiden.

Was bewirkt die Auszeichnung der Inhalte durch das hreflang Link-Attribut Markup?

Vereinfacht ausgedrückt teilt man Google durch die Nutzung der hreflang-Anmerkung mit, dass es den vorliegenden Inhalt auch in einer anderen Sprache gibt und eine URL für jene Nutzer mit der Sprache und Region [X] gedacht ist. Google wird daraufhin die entsprechende URL passend für die Nutzer mit der Sprache [X] in den Suchergebnissen anzeigen.

Im Grunde signalisiert man also, dass es eine Verbindung zwischen den einzelnen Inhalten auf der eigenen Website gibt und jede URL für eine andere Zielgruppe (Sprache/Region) relevant ist. Google fällt es dadurch leichter, die internationale Webseiten-Architektur zu verstehen.

Sprache der Inhalte

Google hat seinen eigenen Algorithmus, um die verwendete Sprache auf einer Website zu identifizieren und einem entsprechenden Zielpublikum zuzuordnen.

Darum sollten man möglichst keine unterschiedliche Sprachen auf der Website verwenden, da dies unter Umständen zu einer eine falsche Sprachzuordnung der URL durch Google führen könnte.

Währung und Adress-Formate auf der Website

Lokale Währung, Adressen und Telefonnummern auf den Seiten sind gute Signale für Google, um die regionale Relevanz einer Website zu bestimmen. Es empfiehlt sich, sofern möglich, die physischen Geschäftsadressen im jeweiligen Land mit auf die entsprechende Seite zu nehmen, da Google dies als ein starken Faktor nutzt.

Google My Business Profil

Sofern möglich, sollte man unbedingt für jeden Geschäftsstandort ein eigenes Google „My Business“ Listing erstellen und mit den jeweiligen Länderwebseiten verknüpfen. Dies stärkt nicht nur die Länderzuordnung der Website, sondern verbessert auch die Sichtbarkeit in den (regionalen) Suchergebnissen bei Google.

Backlinks

Zur Bewertung der GEO-Relevanz einer Website bezieht Google auch die externen Links mit ein. Hier sind die jeweiligen Links aus den Zielländern ausschlaggebend. Das lokale Link-Profil sollte ganz klar auf Basis von Qualität und nicht Quantität aufgebaut sein.

Server-Standort?

Häufig wird noch der Server-Standort als wichtiges GEO-Signal genannt. Allerdings verliert der Standort des Servers immer mehr an Bedeutung. Sein physischer Ort hat keine große Bedeutung mehr für die lokalen Rankings, weil Webseiten häufig international gehostet werden. Jedoch kann sich durch lokales Hosting die Ladezeit einer Webseite reduzieren und sich indirekt auf das lokale Ranking auswirken.

Neue Lösungen für die Herausforderungen im Marketing

Die Tage des traditionellen Marketingtrichters sind vorbei. Dieser sogenannte Marketing Funnel sollte veranschaulichen, wie ein potenzieller Kunde während des Kaufprozesses die Suche allmählich eingrenzt. Doch dieser Prozess hat sich [...]

Domain-Konzept: ccTLDs, Subdomains oder Verzeichnisse?

Einer der wichtigsten Punkte bei internationalen SEO ist das Domainkonzept. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, die verschiedene Vor- und Nachteile haben. Diese sollten Sie sorgfältig für Ihr Unternehmen abwägen und sich für die passendste Lösung entscheiden. Bedenken Sie dabei auch, dass Ihr Unternehmen zukünftig vielleicht noch weiter international expandieren wird.

ccTLDs (Country Code Top-Level-Domain), Subdomains oder Verzeichnisse lassen sich auch kombinieren, wenn Sie für ein Land unterschiedliche Sprachen bedienen möchten – zum Beispiel in der Schweiz Französisch, Deutsch und Italienisch.

ccTLDs: country code Top-Level-Domains

In den allermeisten Fällen ist die ccTLDs, also .de / .at / .fr, etc. die beste Option für internationales SEO. Die nationale Domain-Endung ist den Nutzern am geläufigsten und erwecken damit am meisten Vertrauen bei Ihren potentiellen Kunden: www.ihrewebsite.de funktiniert besser als www.ihrewebsite.biz

Gleichzeitig wird jede Länderdomain einzeln von Google gecrawlt, indexiert und gerankt. D.h jede Domain muß einzeln optimiert und vermarktet werden.Eine eventuell schwächere .AT-Domain profitiert nur bedingt von der .DE-Domain.

Separate ccTLDKlingmanns verursachen entsprechend höheren Aufwand und höhere Kosten. Dies sollten Sie von Anfang an einplanen.

Wenn Sie eine sog. CNOBI-Domainendung (.com / .net / .org / .biz / .info) nutzen, brauchen sie für die einzelnen Länder bzw. Sprachen entweder Subdomains oder Verzeichnisse, zum Beispiel: de.ihrewebsite.com oder ihrewebsite.com/de.

Subdomains

Subdomains (de.ihrewebsite.de / at.ihrewebsite.de / ch.ihrewebsite.de) profitieren von der Hauptdomain, jedoch verteilt sich die Linkstärke auf die einzelnen Subdomains. Allerdings sind Subdomains für die Nutzer meist ungewohnt und nicht sehr vertrauenserweckend, weshalb Sie diese Option eher in Ausnahmefällen nutzen sollten.

Marken, die über viel Vertrauen bei den Nutzern verfügen, können Subdomains für eine einfachere Verwaltung und Vermarktung nutzen. Allerdings verfügen gerade diese Unternehmen meist auch über ausreichende Ressourcen für eine ccTLD- Strategie.

Wenn Sie Subdomains nutzen, sollten Sie das geografische Ziel in der Google Search Console festsetzen.

Verzeichnisse

Für Verzeichnisse spricht vor allem, dass die Stärke der Hauptdomain komplett vererbt wird. Allerdings besitzen die einzelnen Verzeichnisse in den Ländern typischerweise weniger regionale Relevanz.

Ein häufiges Problem sind Fehler in der Struktur. Nicht immer passt die vorgegebene Seitenstruktur für alle Länder. Zusätzlich ist es für den Nutzer oftmals unübersichtlich, innerhalb der Verzeichnisse zu navigieren. Auch bei Subfoldern sollte Sie in der Google Search Console die geografische Ausrichtung bestimmen.

Vorsicht: Die Nutzung des geografischen Ziels in der Google Search Console ist nur zu empfehlen, wenn alle Länder eine eigene Landingpage besitzen. Bedienen Sie mit dem Verzeichnis ihrewebsite.com/de zum Beispiel auch deutschsprachige Kunden in der Schweiz und in Österreich, sollten Sie kein geografisches Ziel in der Search Console hinterlegen. Dies würde die Auffindbarkeit in den anderen Ländern reduzieren.

Länderspezifischer Content

Wenn internationales SEO erfolgreich sein soll, ist es enorm wichtig, den lokalen Markt zu berücksichtigen. Selbst wenn die Sprache in einem anderen Land dieselbe ist, sind es die im täglichen Gebrauch verwendeten Begriffe, und damit die Keywords, oftmals nicht.
Allerdings geht es sprachlich nicht nur um die reinen Begrifflichkeiten, sondern auch um Sprachstile, Maß- und Währungseinheiten, Kontaktadressen und letztendlich auch um die Grammatik.

Darüber können die Zielgruppe in den verschiedenen Ländern unter Umständen recht unterschiedlich sein: So können bestimmte Inhalte in einem Land hervorragend funktionieren, während sie in einem anderen land auf wenig Interesse stoßen.

Fazit

Internationales SEO beginnt immer mit einer passenden URL- und Webseitenstruktur logisch, damit Länder-Webseiten eindeutig zugeordnet werden können. Multilingualer Content und Code sollten unbedingt länderspezifisch optimiert werden, damit sich das Ranking Ihrer globalen Webseite erhöht.

FAQs zum internationalen SEO

Wir empfehlen, es durchgängig für jede zu Sprache machen. Alles andere beinhaltet das Risiko einer falschen Länderzuordnung.

Je nach Anwendungsfall und Ressourcen ist die optimale Lösung eine andere, wir bevorzugen die ccTLD-Strategie.

Nein, für Websites mit einem völlig anderen Inhalt, Aufbau, Schwerpunkt und USP, ist es nicht sinnvoll Hreflang zu implementieren. Nur bei sehr ähnlichen (oder gleichen) Inhalten und Strukturen ist es sinnvoll und nötig den hreflang-Tag zu implementieren.

Je nach Land können mobile Endgeräte deutlich verbreiteter sein als in Deutschland. Insbesondere in Afrika und Asien gibt es viele Menschen, die deutlich häufiger ein Smartphone als einen Desktop-Computer benutzen. Eine entsprechende Anpassung ist auf jeden Fall sinnvoll.

Internationaler Linkaufbau gehört zu den schwierigeren Themen. Grundsätzlich empfehlen wir die Zusammenarbeit mit einer lokalen PR / SEO-Agentur.

Für Do-It-Yourself SEO: Ein Ansatz ist Content Marketing über Inhalte, die sprach- und landes-übergreifend funktionieren. Dazu brauchen Sie ein Thema, das in allen Zielländern funktioniert und ein Format, dass nicht zu sprach-abhängig ist. Wenn man zum Beispiel gute Bilder hat, die einen globalen Trend aufgreifen, können diese in mehreren Ländern funktionieren und auch Backlinks aus diesen Ländern erhalten.

2020-03-16T18:02:32+01:00