Suchmaschinenoptimierung dient dazu, eine Website und deren Inhalte technisch und inhaltlich so zu gestalten, dass diese ein besseres Ranking in den Ergebnislisten von Suchmaschinen wie Google erreichen. Auch Content – etwa Texte, Bilder oder Videos – muß nach bestimmten Vorgaben optimiert werden, um in den Suchergebnissen weiter vorne aufzutauchen.

Der Inhalt (Content) einer Webseite ist ein entscheidender Faktor in der Suchmaschinenoptimierung. Wenn Sie die Optimierung Ihrer Inhalte nicht in die Suchmaschinenoptimierung einbeziehen, werden Sie langfristig keine Erfolge im Ranking der organischen Suche erzielen. Zwar kann es in einigen Nischen möglich sein, auch ohne hervorragenden Content erfolgreich zu sein. Sobald jedoch Wettbewerber hinzu kommen, die mit Ihnen um die besten Plätze im Google-Ranking kämpfen und hochwertige Inhalte bieten, wird sich das Ranking Ihrer Website verschlechtern.

Worum geht es bei der SEO Optimierung von Content?

Früher war Google vom Content einer Website abhängig. Nur durch Text-Content konnten Google und andere Suchmaschinen die Inhalte einer Webseite verstehen und sie so in den Suchergebnissen für relevante Suchanfragen ausspielen. Zwar arbeiten die Suchmaschinen inzwischen deutlich intelligenter und sind in der Lage, semantische Zusammenhänge einer Website zu erfassen, aber die Bedeutung von Content hat in der Praxis nicht nachgelassen.

Warum ist das so? Anhand der verschiedenen Content-Elemente kann die Suchmaschine ableiten, für welche Suchanfragen die Webseite relevant ist und wie hoch die Relevanz im Vergleich zu anderen Webseiten ist. Welche Elemente damit gemeint sind und wie sie am besten optimiert werden, darum geht es in diesem Beitrag.

EINE KURZE GESCHICHTE DER GOOGLE UPDATES

Die Bewertung von Content durch Google

Während Markenseiten und Blogs oder andere Informationsportale schon immer großen Wert auf guten Content gelegt haben, war das bei transaktionsorientierten Websites, primar bei den Onlineshops, früher nicht so. Bei vielen Shopbetreibern bestand die Angst, dass ausführlicher Content dazu führt, dass sich potentielle Kunden von der Transaktion ablenken lassen. Die Sorge war, dass potentielle Kunden anstatt ein Produkt zu kaufen, sich in den Texten verlieren. Deshalb wurden „SEO-Texte“ oftmals vor den Nutzern versteckt, zum Beispiel mit sehr kleiner Schrift oder grauer Schrift auf weißem Hintergrund. So war der notwendige Text für die Suchmaschine vorhanden, aber die Nutzer konnten ihn kaum sehen.

Wirklich hilfreich waren diese reinen SEO Texte ohnehin nicht, denn es ging nur darum, relevante Keywords so häufig wie möglich in einem Text zu benutzen. Die sogenannte Keyword-Density (also Keyword-Dichte) war eine der wichtigsten Kennzahlen für die Qualität von SEO-Content.

Darüber hinaus gab es vielfach separate Seiten für Synonyme oder sogar für Falschschreibweisen. Inhaltlich gab es jedoch kaum Unterschiede zwischen den Texten.

Das Panda Update

All das änderte sich grundlegend im Februar 2011 mit Googles Panda-Update. Google hatte das Problem erkannt und wollte mit diesem Update die Qualität der Inhalte verbessern, damit auch Nutzer von der Qualität der Texte profitieren können. Wer also schlechten Content hatte oder ihn vor seinen Nutzern versteckte, der war klarer Verlierer des Panda-Updates. Bis 2016 gab es immer wieder neue Versionen dieses Updates, um zu erreichen, dass der Content immer besser wurde.

Seit 2016 sind die Kriterien des Panda-Updates nun in den sogenannten Core-Algorithmus von Google übergegangen. Das heißt, sie werden immer weiter verfeinert und sehr regelmäßig ausgerollt. Der Vorteil ist, dass man nicht auf das nächste Update warten muss, um Ranking-Verbesserungen durch Optimierungen zu erhalten.

Über das Google Panda-Update

Beim Panda-Update handelt es sich um einen Filter, der regelmäßig auf den gesamten Google-Index angewandt wird und qualitativ schlechte Webseiten in ihrer Sichtbarkeit deutlich herabsetzt, also deren Platzierungen in den Suchergebnisseiten deutlich nach hinten verschiebt.

Die Algorithmus-Änderung wurde erstmals am 23.02.2011 auf dem US-amerikanischen Markt eingeführt und am 11.04.2011 dann weltweit für alle Suchanfragen in englischer Sprache ausgespielt.

Am 12.08.2011 wurde die Änderung am Ranking-Algorithmus weltweit für alle verfügbaren Sprachen, ausgenommen Chinesisch, Japanisch und Koreanisch, übernommen. In diesem Zusammenhang spricht man von der weltweiten Veröffentlichung des Google Panda-Updates.

Namensgeber der Algorithmus-Änderung ist übrigens nicht wie häufig vermutet der Panda-Bär sondern der Google-Ingenieur Navneet Panda, dessen Beitragmaßgeblich für die Fertigstellung dieses Filters verantwortlich war.

Weitere Verbesserung mit dem Hummingbird-Update

Im August 2013 nahm sich Google mithilfe seines Hummingbird-Updates explizit die Falschschreibweisen und Synonyme von Keywords vor. Seitdem erkennt Google semantische Zusammenhänge viel besser und man braucht für jedes Thema nur noch eine Seite.

Ziel von Googles neuem Such-Algorithmus „Hummingbird“ war es, Such-Anfragen der User besser interpretieren zu können und somit die Qualität der Suchergebnisse zu verbessern.

Der Kodename “Hummingbird” (deutsch: „Kolibri“) soll darauf hinweisen, dass die Suchergebnisse künftig schnell und präzise präsentiert werden.

Der neue Such-Algorithmus vermag die gesamte Suchanfrage (besser) zu interpretieren, statt wie bisher nur nach einzelnen Wörtern innerhalb der Suchanfrage zu suchen. Google versteht die Intention einer Suchanfrage sowie den Inhalt eines Webdokuments damit noch besser. Diese beiden Faktoren sind grundlegende Faktoren für eine Verbesserung der Suchergebnisse.

Über das Hummingbird Update

Hummingbird wirkt sich auf alle Arten von Anfragen aus, aber es ist besonders effektiv bei langen Anfragen, die immer mehr zunehmen.

– Amit Singhal, Google VP Software Engineer

Was ist das Google-Hummingbird-Update?

Zum 15-jährigen Bestehen der Google-Suche wurde am 26. September 2013 bekanntgegeben, dass Google seinen Such-Algorithmus einer tiefgreifenden Überarbeitung unterzogen hat und bereits seit August 2013 ein neuer Algorithmus, Hummingbird, die Grundlage der gesamten Google-Suche bildet.

Warum war diese Algorithmus-Änderung so besonders?

Das Google-Hummingbird-Update unterscheidet sich von anderen Google Algorithmus-Änderungen, da es sich um einen vollkommem neuen Such-Algorithmus handelt, der die Grundlage der Google-Suche bildet. Google-Updates wie das Panda Update oder das Penguin Update waren bedeutende Änderungen (Updates) an Googles Ranking-Algorithmus – welcher ein Teil des Such-Algorithmus darstellt.
Zuletzt hatte Google im Jahre 2010 mit dem Google Caffeine Update eine ähnlich bedeutend große Änderung durchgeführt. Laut dem damaligen Leiter von Google Such-Team, Amit Singhal, wurde zuletzt 2001 ein Google Algorithmus so grundlegend geänder.

Was war das Ziel des Hummingbird-Updates?

Ziel von Googles neuem Such-Algorithmus „Hummingbird“ war es, Such-Anfragen der User besser interpretieren zu können und somit die Qualität der Suchergebnisse zu verbessern.

Der Kodename “Hummingbird” soll darauf hinweisen, dass die Suchergebnisse künftig so schnell und präzise sind wie ein Kolibri .
Der neue Such-Algorithmus vermag die gesamte Suchanfrage inhaltlich zu interpretieren, statt wie bisher nur nach einzelnen Wörtern innerhalb der Suchanfrage zu suchen. Google versteht die Intention einer Suchanfrage sowie den Inhalt eines Webdokuments damit noch besser. Diese beiden Faktoren sind grundlegende Faktoren für eine Verbesserung der Suchergebnisse.

Hummingbird schenkt also jedem Wort in einer Suche mehr Aufmerksamkeit und stellt sicher, dass die gesamte Abfrage berücksichtigt wird, und nicht nur bestimmte Wörter. Das Ziel ist, dass die Seiten, die der Bedeutung entsprechen, besser abschneiden, als Seiten, die nur einige wenige Wörter enthalten. Hummindbird war also der endgültige Einstieg in die Semantische Suche.

Wie äußerte sich das Hummingbird-Update?

Laut Google soll das Hummingbird-Update die Qualität der Suchergebnisse bei langen und komplexen Suchanfragen enorm verbessern. Bei diesen Suchanfragen wird die gesamte Suchanfrage des Users besser interpretiert und entsprechend relevantere Ergebnisse zurückgegeben. Die Suchergebnisse werden demnach anders als zuvor sortiert und sorgen letztendlich für eine zielgenauere Antwort.

Waren andere Google-Updates damit jetzt unwichtig?

Da es sich beim Hummingbird-Update um einen gänzlich neu entwickelten Algorithmus handelt, der fortan die Basis der Google-Suche bildete, wurden andere Ranking-Algorithmen wie Panda und Penguin höchstwahrscheinlich als elementarer Bestandteil des Such-Algorithmus in diesen integriert.

RankBrain

Anfang 2015 rollte Google dann RankBrain aus. RankBrain wurde von Google direkt als drittwichtigster Ranking-Faktor bezeichnet.

RankBrain bezieht sich auf einen von Google eingesetzten Algorithmus, der mit Hilfe von maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz vor allem relevante Suchergebnisse für bisher unbeantwortete Suchanfragen liefern soll.

Der große Unterschied zu den Google-Updates bis dato besteht darin, dass das RankBrain selbst neu dazulernt und die Anpassungen des Algorithmus nicht durch Menschen vollzogen werden.

Unter SEOs gibt es eine Diskussion, wie RankBrain in die Systematik der Google Updates einzuordnen ist. Manche SEOs – etwa Danny Sullivan von SearchEngineLand – bezeichnen RankBrain als Teil des Hummingbird Suchalgorithmus.

Letztlich ist auch RankBrain ein weiterer Schritt, um die Semantik von Sprache besser zu verstehen. Google brachte diese Fähigkeit mit den Worten „things not strings“ auf einen einfachen Nenner. Demnach kann Google seit RankBrain nicht nur „strings“, also Ketten von Wörtern, finden, sondern auch „things“, also die Bedeutung von Wörtern erkennen.

Auch wenn RankBrain Platz drei in der Rangliste der Google-Ranking-Faktoren einnimmt, bleibt er nur einer von mehreren hundert Faktoren, anhand derer Google die Relevanz und Qualität einer Website in Bezug auf eine Suchanfrage bestimmt und die Suchergebnisse entsprechend berechnet.

Das E-A-T Prinzip

Seit den Anfängen von Google und Co. hat sich die Bedeutung von Content für SEO also erheblich verändert: War der Content früher primär für die Suchmaschinen gedacht, muß er heute vorrangig für die Nutzer geschrieben werden. Google bewertet, wie hilfreich und nutzerfreundlich Texte geschrieben sind.

Seit 2018 ist das Akronym E-A-T in aller Munde, insbesondere seit den großen Algorithmus-Änderungen im August. Google hat seine Richtlinien für die Bewertung der Suchqualität Ende Juli 2018 aktualisiert und dabei einen stärkeren Fokus auf die „E-A-T“-Prinzipien Expertise, Autorität und Vertrauen gelegt. Letztlich besagt aber auch E-A-T nur, dass guter Content relevant und hilfreich sein muß.

E = Expertise
A = Autorität
T = Trust (Vertrauen)

Um diese Punkte zu bewerten, zieht Google immer mehr Nutzersignale wie Absprungrate oder Verweildauer auf einer Seite heran. So versucht die Suchmaschine zu verstehen, ob der Nutzer das gefunden hat, was er gesucht oder erwartet hat und wie gut dem Nutzer diese Inhalte gefallen.

Dann kam BERT

Mit dem BERT Update versucht Google den Kontext innerhalb einer Suchanfrage besser zu erkennen und entsprechend passende Ergebnisse zu liefern. Bert ist die größte Algorithmus-Änderung seit Hummingbird und betrifft jede zehnte Suchanfrage.

Mit dem Google BERT Update will Google das Verständnis von komplexen Long-Tail-Suchanfragen verbessern und relevantere Ergebnisse anzeigen. Mithilfe von Natural Language Processing kann Google jetzt den semantischen Kontext einer Suchanfrage viel besser verstehen.

BERT ist also eine Weiterentwicklung von Panda, Hummingbird und Rank Brain. Auch mit BERT versucht Google den Kontext innerhalb einer Suchanfrage zu erkennen und passende Ergebnisse zu liefern.

Wie inzwischen bei allen Updates, betont Google, dass es keine Notwendigkeit oder auch Möglichkeit gibt, auf das BERT Update direkt zu reagieren. Vielmehr sei es mehr denn je von entscheidender Wichtigkeit hochwertige Inhalte zu erstellen und die Nutzer glücklich zu machen.

Neue Qualitätsrichtlinien

Mit den Updates des Google Such-Algorithmus haben sich die Anforderungen an die Inhalte einer Website also grundlegend geändert. Um die heutigen Qualitätsrichtlinien von Google zu berücksichtigen, müssen Sie die folgenden Punkte beachten:

  1. Recherchieren Sie die Themen für Ihre Texte gründlich – nur so können Sie alle Fragen der Nutzer beantworten und ihre Bedürfnisse vollständig decken.
  2. Schreiben einzigartige Texte und klaue die Inhalte nicht von anderen Webseiten zusammen.
  3. Machen Sie sich keine Gedanken über die Länge Ihrer Texte: Schreiben Sie einfach so viel, wie für das Thema sinnvoll ist.
  4. Schreiben Sie Ihre Texte für die Nutzer. Verwenden also die Keywords so, wie sie im normalen Sprachgebrauch auch verwendet werden würden.
  5. Nutzen Sie auch Synonyme, verwandte Begriffe und Keyword-Kombinationen. Das trägt zur Lesbarkeit der Texte bei
  6. Werten Sie Ihre Texte optisch auf: Nutzen Sie Überschriften, Aufzählungen, Tabellen, Bilder, Videos und Hervorhebungen, um die Inhalte übersichtlich darzustellen und sie den Nutzern begreiflich zu machen.
  7. Bauen Sie die Texte so in die Seite ein, dass sie für die Nutzer gut lesbar und einfach auffindbar sind. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Google Ihre Webseite nicht auf den vorderen Positionen der Suchergebnisse rankt. Zwar dürfen Sie Ihre Texte heute zu einem gewissen Anteil „einklappen“ oder in Tabs, Slidern oder Accordions unterbringen, das kann aber für gute Rankings hinderlich sein.

DIE VERSCHIEDENEN ARTEN VON CONTENT

Unterschiedliche Anforderung an unterschiedliche Arten von Content

Bevor es mit der Optimierung des Contents losgehen kann, müssen Sie sich überlegen, welche verschiedenen Arten von Content Sie benötigen  und welche Inhalte Sie für Ihre Nutzer bereitstellen möchten. Im SEO unterscheiden wir zwischen vier verschiedenen Arten:

  1. Transaktionaler Content
  2. Informationaler Content
  3. Branding Content
  4. Social Content

Jede der vier Content-Arten hat eine andere Intention und verfolgt andere Ziele. Während der transaktionale Content typischerweise das Ziel hat, Conversions und Leads – also Umsatz – zu generieren, wird informationaler und Branding Content auf die Wissensvermittlung und die Beantwortung von Fragen ausgerichtet. Bei Social Content steht üblicherweise das Entertainment im Vordergrund.

Auf Webseiten lassen sich die verschiedenen Content-Arten klassischerweise durch verschiedene Seitentypen abbilden. Transaktionaler Content wird üblicherweise über klassischen “Shop-Content”, also Kategorieseiten, Produktseiten oder auch Markenseiten abgebildet. Informationaler Content wird hingegen häufig durch ein Onlinemagazin, einen Ratgeber- oder Blogartikel abgedeckt. Branding Content findet sich wiederum auf Service-Seiten wie FAQs und auf der Startseite wieder. Social Content findet man klassischerweise in einem Magazin- oder Ratgeber oder auf separaten Landingpages. Social Content kann auch außerhalb einer Webseite eingebunden werden, also zum Beispiel auf Facebook, YouTube und anderen Kanälen.

Doch nicht alle Content-Arten spielen für SEO eine gleich wichtige Rolle. Während transaktionaler und informationaler Content aus SEO-Sicht eine einen unmittelbaren Einfluß auf die Umsätze über die Google Suche haben, haben Branding Content und Social Content nur eine indirekte Auswirkung auf die organischen Rankings.

Transaktionaler Content

SEO-Relevanz: hoch

Bei transaktionalem Content steht die Transaktion im Vordergrund. D.h Nutzer sollen auf Ihrer Website ein Produkt kaufen, sich zu einem Seminar anmelden, ein Formular ausfüllen, ein Abo abschließen oder Ähnliches.

Die Aufgabe von transaktionalem Content ist es also, den Nutzer so beraten, dass er:

1. sich für das richtige Produkt oder die richtige Dienstleistung entscheiden kann,
2. davon überzeugt ist, dass Sie der beste Anbieter für ihn sind.

Transaktionale Inhalte findet man demzufolge vor allem auf Produktseiten, Kategorieseiten, Markenseiten, Anmeldeseiten, Registrierungsseiten, usw.

Transaktionaler Content ist für SEO der wichtigste Content-Typ. Das liegt vor allem daran, dass es für Begriffe mit transaktionalem Charakter häufig ein hohes, stetiges Suchvolumen gibt und diese Begriffe eine hohe kommerzielle Relevanz haben. Mit diesem Inhalten können Sie also dauerhaft organischen Traffic und somit Umsatz generieren.

Welche Optimierungsmassnahmen muss man beim transaktionalen Content vornehmen?

Weil der transaktionaler Content -wie besprochen- besonders wichtig ist, sollten sie hier mit Ihrer Optimierung starten und besonders sorgfältig vorgehen:

Verwendung von Keywords

Weil die wertvollen transaktionale Keywords häufig ein hohes Suchvolumen haben, ist der Markt oft sehr umkämpft. Deshalb ist bei dieser Content-Art die Verwendung von Keywords am wichtigsten.

Übersichtliche Struktur

Da Sie Ihre Nutzer von Ihrem Angebot überzeugen möchten, müssen Sie ihm gute, beratende Inhalte an die Hand geben. Damit der Nutzer das für ihn Wichtigste schnell erfassen kann, ist eine gute Struktur der Inhalte das A und O: Bauen Sie die Inhalte so auf, dass sie jeweils sinnvolle untergeordnete Themen aufgreifen, und wählen Sie die Zwischenüberschriften so, dass sie dem Nutzer bereits schlüssig vermitteln, worum es bei Ihnen geht. Nutzen Sie Stichpunkte, Listen und Tabellen, um Ihre Inhalte schneller erfassbar zu machen. Verwenden Sie Bilder und Videos, die den Nutzer bei seiner Entscheidung zugunsten Ihres Angebots unterstützen.

Einsatz von Conversion-Elementen

Der Nutzer soll am Ende eine Transaktion durchführen. Du musst also unbedingt auch Conversion-Elemente wie einen Buchungsbutton oder ein Buchungsformular einbinden. Im Beispiel unsere Academy sind diese Buttons gut sichtbar platziert.

Informationaler Content

SEO-Relevanz: hoch

Bei informationalem Content (auch Informational Content) geht es vor allem um die Bereitstellung von Informationen. Das heißt, Sie möchten die Fragen der Nutzer beantworten und so seine Entscheidung beeinflussen. Sie müssen sich also im Vorfeld überlegen, welche Fragen Ihre Nutzer und potentielle Kunden haben könnten und diese Fragen bestmöglich und umfassend beantworten. Informationale Inhalte lassen sich in Evergreen-Content und zeitbezogene Inhalte unterteilen.

Evergreen-Inhalte sind immer relevant, während zeitbezogene Inhalte nur für einen kurzen Zeitpunkt relevant sind. Saisonale Themen zählen dabei zum zeitbezogenen Content, da sie nur zu einem bestimmten Zeitpunkt relevant sind.

Im Unterschied zu aktuellen Inhalten, die zeitlich gebunden sind, geht es bei der Erstellung von Evergreen Content darum, sich die möglichen Fragen der Klientel oder Zielgruppe genau vor Augen zu führen. Und zwar genau solche Fragen, die zeitlich nicht gebunden sind und Nutzer auch in einigen Jahren noch beschäftigen werden. Um Evergreen Content zu erstellen, ist deshalb eine genaue Kenntnis der Zielgruppe und deren Informationsbedürfnis erforderlich.

Wie wichtig ist Informationaler Content für SEO?

Informationaer Content hat für SEO eine große Bedeutung. Im Informationaler Content kann erhebliches Suchvolumen stecken. So suchen zum Beispiel über 5000 Nutzer pro Monat nach „altersvorsorge”. Hier können Sie also einmalig gute Inhalte erstellen und damit langfristig gute Rankings und Traffic erzielen.

Bei zeitbezogenem Content sieht das anders aus. So wird „wm spielplan” zwar alle vier Jahre intensiv gesucht. Sobald das Turnier vorbei ist, ebbt das allerdings wieder ab. Deshalb ist zeitbezogener Content für SEO nicht so relevant, da Sie mit ihm keinen langfristigen Traffic erzielen kannst. Wenn Sie aber dieser Nische mit saisonalen Angeboten bearbeiten, ist es für Sie natürlich wichtig, mit gutem zeitbezogenem Content diesen saisonalen Traffic zu adressieren.

Erstellung von Evergreen Content

Wer Evergreen Content auf seiner Website einsetzen möchte und damit gute Rankings erzielen möchte, sollte sich jedoch bewusst sein, dass es nicht allein ausreicht, diesen Content einmalig zu produzieren. Die konstante Nachfrage nach diesem Thema allein stellt keinen Rankingfaktor dar. Google bewertet bei jeder Suchanfrage erneut, wie relevant eine Zielseite ist und ziehen dabei auch Kriterien wie das Veröffentlichungsdatum oder den Zeitstempel eines Updates heran. Damit soll dem User ein optimales Suchergebnis präsentiert werden.

Sie sollten Ihre vermeintlich zeitlosen Inhalte also regelmäßig auf mögliche Aktualisierungen oder Verbesserungen hin zu prüfen. Dies gilt nicht nur für technische Themen, bei welchen eine hohe Dynamik für regelmäßige updates sorgt, sondern auch für auf den ersten Blick zeitlose Inhalte. Je höher die Konkurrenz an Websites zu einem bestimmten Evergreen Content ist, desto mehr Kriterien müssen optimiert werden.

Tipps für die Optimierung von Evergreen-Content

  1. Verwendung von Keywords: Die Keywords die Suchvolumen haben, sollten Sie an prominenter Stellen verwende. Da es aber vor allem darum geht, die Fragen der Nutzer zu beantworten, sollten Sie sich besonders darauf fokussieren, das Thema umfassend abzubilden.
  2. Struktur: Eine übersichtliche und logische Struktur ist ebenso wichtig wie bei transaktionalem Content
  3. Inhaltliche Aufwertung: Informationalen Themen profitieren typischerweise enorm von anschauliche Bilder oder Videos. Investieren Sie also in gute Bilder und Videos, um sich von der Konkurrenz abzuheben, die die gleiche Themen bearbeiten.
  4. Interne Links: Da der Nutzer hier nichts kaufen oder bestellen möchte, sollten Sie mit Conversion-Elemente sparsam umgehen. Stattdessen können an geeigneten Stellen interne Links zu Ihrer transaktionalen Seiten setzen.
Branding Content

SEO-Relevanz: mittel

Als Branding Content werden alle Inhalte bezeichnet, die Sie erstellen, um Ihr Unternehmen vorzustellen und zu erläutern, was Ihr Unternehmen macht. Diese Inhalte können viele verschiedene Seiten umfassen und sind bei allen Geschäftsmodellen anzutreffen:

  • Startseite
  • Über uns
  • Karriere
  • Service-Seiten
  • FAQs
  • Pressemitteilungen

Wie wichtig ist Branding Content für SEO? 

Auf den ersten Blick ist Branding Content für SEO nicht relevant. Normalerweise erhalten Sie für Ihre Brand-Keywords automatisch gute Rankings. Allerdings gilt: Bevor Sie anfangen, Ihre Seite für generische Begriffe mit hohem Suchvolumen zu optimieren, sollten Sie sicherstellen, dass Sie für Ihre Brand-Begriffe (Marke, Slogan, aber auch Wortkombinationen aus Marke und Karriere etc.) gute Rankings erzielen.

Ist das nicht der Fall, liegt das in der Regel an technischen Problemen, denen Sie dann unbedingt auf den Grund gehen sollten. Ein schlechtes oder fehlendes Ranking für Marken-Begriffe liegt meistens an fehlerhaftem Crawling.

Welche Optimierungsmassnahmen sollten Sie für ihren Brand-Content vornehmen? 

Abgesehen vom vollständigen Crawling brauchen Sie Ihren Branding Content nicht zu optimieren. Normalerweise reicht es, Ihre Brand-Keywords an den wichtigsten Stellen (z.B. Title und Überschrift) zu nutzen. Da es in Ihrem Branding Content aber auch um Ihr Angebot gehen wird, sollte Sie an geeigneten Stellen gut auf Ihre transaktionalen Seiten verlinken.

SOCIAL CONTENT

SEO-Relevanz: mittel

Social Content bezeichnet alle Inhalte, die sich zum Teilen in sozialen Netzwerken eignen. Dabei zeichnet er sich vor allem durch einen hohen Unterhaltungswert aus. Social Content muss nicht zwangsweise auf deiner Webseite veröffentlicht werden, auch Facebook-Posts und YouTube-Videos können Social Content sein. Hier soll es aber vorrangig um die Inhalte auf Ihrer Webseite gehen. Social Content ist sehr vielfältig, Hauptsache der Nutzer wird gut unterhalten. Gute Beispiele sind Infografiken, Bilder und Videos.

Wie wichtig ist Social Content für SEO?

Normalerweise suchen Nutzer nicht nach Social Content, sondern nutzen ihn, wenn sie ihn finden. Das bedeutet aber auch, dass es praktisch kein Suchvolumen für Social Content gibt. Sie können mit Social Content also keinen Traffic über die organische Suche generieren. Dennoch ist der Content für SEO wichtig, denn er hilft Ihnen bei der Vermarktung Ihrer Inhalte und Ihrer Website, bzw. Ihres Unternehmens.

Die Vermarktung Ihrer Inhalte wiederum ist wichtig um Links und Erwähnungen auf anderen Website zu erhalten, die ihrerseits wichtige Offpage-Signale darstellen.

Welche Optimierungsmassnahmen muss ich vornehmen?

Da Sie mit dem Social Content nicht in erster Linie ranken wollen, ist das Keyword-Targeting nebensächlich. Stattdessen sollten Sie darauf achten, dass sie hier Ihre wichtigsten SEO-Seiten wie transaktionale Seiten gut verlinken. Nur so wirken sich die Backlinks, die Sie ggf. durch die Vermarktung Ihrer Website über Social Content erhalten, bestmöglich auf Ihre transaktionalen Seiten aus. Wenn diese Seiten nicht mehr aktuell sind, sollten Sie dennoch weiterhin darauf achten, dass die Inhalte erreichbar bleiben oder 301-Weiterleitung auf die neuen Inhalte weitergeleitet werden.

User-generated Content

Neben den bereits beschriebenen Content-Arten gibt es noch eine weitere Content-Art, die sich aufgrund der Vielfältigkeit nur schwer in Kategorien stecken lässt: User-Generated Content, also Inhalte, die von Ihren Nutzern bereitgestellt werden. Das kann zum Beispiel in Form von Kommentaren oder innerhalb eines Forums auf Ihrer Seite, in dem sich Nutzer austauschen können. Vielleicht bieten Sie Nutzern sogar die Möglichkeit, dass sie Fotos hochladen können.

  • Die Vorteil von User-Generated Content für die suchmaschinenoptimierung liegt auf der Hand:
  • Sie müssen sich nicht selbst um die Erstellung dieser Inhalte kümmern, Ihre Nutzer machen das für Sie.
  • Nutzer erstellen die Inhalte in “ihrer Sprache” und erweitern damit möglicherweise Ihr Keywordportfolio um Begriffe und Themen, die Ihnen bei Ihrer Keywordrecherche entgangen sind.
  • Außerdem erhalten Sie Interaktionen mit Ihrer Webseite, auch die Verweildauer wird vergleichsweise hoch sein.

Allerdings müssen Sie auch sehr genau aufpassen, was die Nutzer auf Ihrer Seite veröffentlichen. Von dem rechtlichen Aspekt einmal abgesehen, ist es auch für die Suchmaschine wichtig, diese Seiten kontinuierlich zu kontrollieren.

User-generated Content bietet also hohes SEO Potenzial. Allerdings ist es ist notwendig, dass Sie User-Generated Content moderieren und kontrollieren. Entsprechend wird auch User-Generated Content einen erheblichen Aufwand produzieren.

Den Mythos der “Abstrafung für doppelten Inhalt”

Es gibt keine Google-Strafe für doppelten Inhalt. Das heißt, wenn Sie zum Beispiel eine Pressemitteilung eines Unternehmens unverändert von dessen Website übernehnen und auf Ihrer Website veröffentlichen, werden Sie nicht mit einer manuellen Aktion von Google bestraft. Google filtert jedoch doppelte Versionen von Inhalten aus den Suchergebnissen.

Wenn also zwei oder mehr Teile des Inhalts Ihrer website im Wesentlichen ähnlich sind, wählt Google eine kanonische (Quell-)URL aus, die in den Suchergebnissen angezeigt wird und blendet die doppelten Versionen aus. Das ist keine Strafe. Das ist ein Google-Filter, der nur eine Version eines Inhaltsstücks anzeigt, um die Erfahrung des Suchers zu verbessern.

Bilder SEO

Bilder stellen neben Texten die wichtigsten Inhalte auf einer Webseite dar. Sie haben den Vorteil, dass sie leichter aufnehmbar sind als Text und zudem die Website auflockern und optisch aufwerten. Darüber können Bilder in vielen Fällen (Online-Shops Produktbilder, Hotel Bilder, etc) ausschlaggebend für die Kaufentscheidung der Konsumenten sein.

Doch auch Google bewertet Textinhalte, die mit Bildern versehen sind, besser als Inhalte ohne Bilder. Guter Bilder ist somit ein wichtiges Ranking-Kriterium für eine Webseite.

Ziel der Bilder Optimierung ist es einerseits, die Platzierung der eigenen Bilder in der Google Bildersuche zu erhöhen und somit eine bessere Sichtbarkeit für die Webseite zu schaffen. Darüber hinaus ist die Bilder Optimierung aber auch Teil der SEO einer Webseite als Ganzes, da durch Bilder hochwertiger Content erzeugt werden kann, der das Ranking einer Webseite in der allgemeinen Google-Suche direkt beeinflusst.

Tipps für die Verwendung von Bildern

  • Nutzen Sie möglichst keine Stockfotos und wenn doch, dann verwenden sie hochwertige und sorgfältig ausgewählte Stockfotos
  • Verwenden Sie Bilder mit einem ähnlichen Stil. Wenn Sie Bilder aus unterschiedlichen Quellen mit unterschiedlichem Look verwenden, wirkt das unprofessionell und wenig attraktiv auf Ihre Nutzer
  • Optimieren Sie Bilder für eine schnelle Ladezeit. Speichern Sie Bilder in mittlerer Qualität und inder passenden Größe ab.

DIE CONTENTERSTELLUNG

Wie erstellt man hochwertigen Content?

Nachdem wir nun wissen, welche Arten von Content es gibt, stellt sich Frage: Wie schreibt man denn nun konkret guten Content?

Themen und Keyword Recherche

Wie schon besprochen, vermittelt das E-A-T-Prinzip ein gutes davon, was guten Content ausmacht. Es ist also wichtig, dass sie mit Ihrem Content Expertise zeigen, Autorität vermitteln und Vertrauen (Trust) aufbauen. Bevor Sie also einfach drauf los schreiben, müssen Sie sich umfassend zum Thema informieren. Dabei können Ihnen folgende Fragen weiterhelfen:

  • Für welche Zielgruppe schreibe ich?
  • Wie möchte ich diese Zielgruppe ansprechen?
  • Möchte ich meine Leser duzen oder siezen oder gar keine persönliche Ansprache verwenden
  • Welche Intention könnte der Nutzer haben, der meinen Text liest? Sucht er nach der Lösung eines Problems oder ist sein Ziel eine Transaktion?
  • Welche Fragen könnte ein Nutzer zu dem Thema haben, über das ich schreibe?
  • Welche Bilder oder Videos kann ich nutzen oder erstellen, um einen Sachverhalt besser zu erklären
  • Welche weiterführenden Informationen kann ich dem Nutzer anbieten? Zum Beispiel in Form von Verlinkungen zu anderen Unterseiten meiner Webseite oder zu anderen Webseiten?
  • Wie gliedere ich das Thema meines Textes in sinnvolle Abschnitte und Unterthemen?

Ihr erster Ansatzpunkt bei der Recherche zum Thema wird sicherlich die Suchmaschine selbst sein. Wikipedia dürfte in vielen Fällen ein guter Start sein, um sich in ein Thema einzuarbeiten.

Sie sollten sich bei der Recherche aber auch die ersten Ergebnisse in Suchmaschinen zu relevanten Suchanfragen Ihres Themas anschauen. Hier finden Sie logischerweise die Inhalte, die aktuell gut ranken. Nutzen Sie diese Webseiten als Inspiration. Ihr Gedanke dabei sollte sein: Wie kann ich die Themen der Top-Ergebnisse noch besser aufbereiten und präsentieren. Dass Sie keine Inhalte kopieren sollte sich von selbst verstehen.

Machen Sie Bestandsaufnahmen bevor Sie anfangen zu schreiben

Gerade auf umfangreichen Websites besteht oft die Gefahr, daß ein Thema schon einmal behandelt wurde. Bevor Sie mit der Recherche für einen neuen Text starten, sollten Sie also überprüfen, ob es bereits Inhalte auf Ihrer Seite gibt, die sich mit dem Thema beschäftigen. Ihr Ziel muß es sein, nur einen Inhalt pro Suchintention auf Ihrer Seite zu haben. Gibt es also bereits einen Beitrag zu diesem Thema, ist es ratsamer, diesen zu überarbeiten und wenn nötig zu verbessern, anstatt einen neuen, ähnlichen Beitrag zu schreiben. Es macht keinen Sinn, für den Nutzer zwei ähnliche Inhalte bereitzustellen. Wie soll der Nutzer einschätzen, was der Unterschied ist und welcher für ihn relevanter ist? Auch für die Suchmaschine hat damit Probleme.

Schreiben des Textes

Ist die Recherche für den Text abgeschlossen, können Sie mit dem Schreiben beginnen.
Das Erstellen eines Textes ist ein kreativer Prozess und es gibt keine allgemeingültigen Kriterien für die Qualität eines Textes. Allerdings gibt es durchaus einige Leitlienien, die Ihnen das Schreiben Ihrer Texte vereinfachen können.

Wie viele Wörter soll der Text umfassen?

Für die Länge von Texten gibt es leider keine Zauberformel. Die einfache Antwort ist: Schreiben Sie so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Der Nutzer muss alle Informationen erhalten, die er braucht und erwartet. So stellen Sie sicher, dass Ihr Content für eine Suchanfrage auch relevant ist. Für komplexe Themen brauchen naturgemäß einen längeren Text, während Inhalte zu einfache Themen auch kurz und knapp gehalten sein können.

Wenn Sie zumindest eine grobe Orientierung für die Länge Ihres Textes haben möchten, kann es hilfreich sein, sich die Texte der Top 10 der organischen Suchergebnisse anzuschauen.

Welche Keywords sollte ich in den Text einbinden und in welchen Elementen mache ich das?

Es empfiehlt sich, die Keywords, die Sie für Ihren Text durch eine Keyword-Recherche ermittelt haben, von Anfang an in den Text zu integrieren. So wird der Text deutlich besser lesbar, als wenn Sie die Keywords nachträglich einbauen.

Einerseits müssen Sie die wichtigen Keywords prominent in Ihren Texten verwenden, damit Google versteht, worum es in Ihrem Text geht. Andererseits dürfen Sie die Keywords aber nicht zu oft verwenden, denn sonst erreichen Sie genau das Gegenteil: Der Text wird für den Nutzer schlecht lesbar und Google könnte die Seite durch das Keyword-Stuffing und das unterdurchschnittliche Nutzerengagement schlechter ranken.

Die ideale Keyword-Dichte für einen Text wird immer noch kontrovers diskutiert. Wie oft sollte ein Keyword im Text vorkommen? Es gibt darauf keine pauschale Antwort, denn das hängt stark vom Text und vom Keyword ab. Der Text muss nutzerfreundlich sein. Sobald Sie sich beim Lesen an der Häufigkeit des Keywords stören, sollten Sie es seltener benutzen. Verfassen Sie einen Text selbst, lass jemand anderes gegenlesen und diesen einfachen Test machen. Sie können zum Messen der Keyword-Dichte natürlich auch Tools einsetzen. Zum einen können Sie dafür die WDF*IDF-Tools nutzen. Darüber hinaus gibt es zum Beispiel bei WordPress das YOAST SEO-Plugin, das Ihnen anzeigt, ob Ihr Keyword oft genug im Text und den Abschnitten vorkommt.

Damit der Text möglichst gut zu lesen ist, sollten Sie nicht nur das Keyword selbst benutzen, sondern auch verschiedene Varianten des Keywords – Einzahl und Mehrzahl, grammatikalische Varianten, aber auch Synonyme oder Keyword-Kombinationen. So optimieren Sie auch gleich auf Synonyme, für den Fall, dass Google für diese leicht abgewandelte Ergebnisse ausspielt. Meistens versteht der Algorithmus aber genau, welche Begriffe synonym zu verstehen sind. Besteht Ihr Keyword aus mehreren Wörtern, können Sie auch Stopp- und Füllwörter zwischen den Begriffen verwenden. Das sind zum Beispiel: „für”, „ein”, „und”, „der”, „die”, „das” etc. Google versteht das Keyword dennoch, denn die Stopp- und Füllwörter werden ignoriert.

Für wie viele Keywords kann ich in einen Text optimieren?

Sie sollten sich pro Text auf ein Haupt-Keyword und maximal drei bis vier Neben-Keywords konzentrieren. Die Keywords sollten aus dem gleichen Cluster stammen, das Sie im Zuge der Keyword-Strategie festgelegt hast. Anhand der Priorisierungen in der Keyword-Strategie können Sie auswerten, welches Keyword innerhalb eines Clusters das wichtigste ist und somit als Haupt-Keyword in den Text eingebunden wird. Von Haupt-Keyword und Neben-Keywords dürfen verschiedene Varianten innerhalb des Textes verwendet werden.

Wo füge ich Keyword am besten in meine Texte ein?

Sie sollten das Keyword natürlich nicht nur im Fließtext benutzen, sondern auch in verschiedenen anderen Elementen Ihrer Webseite, zum Beispiel in den Überschriften. In den verschiedenen Elementen haben die Keywords verschiedene Bedeutungen. So ist die Verwendung im Title und in den Überschriften von besonderer Bedeutung und wesentlich wichtiger als beispielweise in den ALT-Attributen.

Darüber hinaus ist die Bedeutung des Keyword-Targeting auch von der Art des Contents abhängig. Handelt es sich um transaktionalen Content (z.B. auf Kategorie- oder Produktseiten), ist das genaue Keyword-Targeting sehr wichtig. Auf informationalen Seiten (z.B. Ratgeber, Blogs, Serviceseiten) ist es weniger wichtig. Bei Social-Seiten ist es wiederum kaum relevant.

In welchem Stil soll ich den Text schreiben?

Denken Sie beim Schreiben daran, dass Ihre Leser den Text auf einem Bildschirm oder auch auf dem Smartphone lesen werden. Schreiben Sie daher eher in einfachen, kurzen Sätzen, so dass die Inhalte für die Leser einfach zu erfassen sind. Das Leseverhalten ist online anders als im Print. Nutzer tendieren dazu, Absätze eher zu überfliegen statt sie vollständig zu lesen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Aussagen des Textes kurz und prägnant formulieren.

Wie oft muss ich meinen Content aktualisieren?

Neben dem Verfassen von neuen Texten sollten Sie sich bei der Suchmaschinenoptimierung auch damit befassen, bereits bestehende Texte zu überarbeiten. Grundsätzlich bevorzug Google aktuelle Texte gegenüber veralteten. Das ist auch verständlich: Wer will heute schon einen Text über die Laptops der 2000er lesen, wenn er nach „Laptop Kaufberatung“ googelt. Wie wichtig die Aktualität aber tatsächlich ist, hängt sehr vom Thema ab.
In einem Text über die Geschichte der Antike dürfte es wesentlich weniger Aktualisierungsbedarf geben als in einem Text über Maschinelles Lernen.

Grundsätzlich gilt: Damit Ihr Text dann auch aktuell bleibt und Ihre Nutzer immer up-to-date sein können, müssen Sie Ihre Texte überarbeiten, sobald sich das Thema weiterentwickelt hat. Dafür sollten Sie sich gleich zu Beginn überlegen, welche Themen häufig und welche nicht so oft aktualisiert werden müssen. Etablieren Sie einen Prozess, in dem genau festgelegt ist, in welchem Turnus wer dafür verantwortlich ist, die Texte auf Aktualität hin zu überprüfen und die Überarbeitung anzustoßen.

Mit diesem Plan können Sie den Turnus der Überarbeitung der Texte strukturieren. Wenn Sie einen Artikel schreiben, halten Sie fest, wie wichtig Aktualität für diesen Text ist. Entsprechend leitet sich dann ein Überarbeitungsturnus ab: Zum Beispiel bei hoch aktuellen Themen einmal im Monat und bei weniger aktuellen Themen einmal im Jahr. Die Verantwortlichkeit kann sich an den Themen orientieren oder auch am Redakteur, denn dieser hat sich ja schon einmal intensiv mit dem Thema beschäftigt.

Methoden zur Verbesserung Ihres Contents

Es gibt einige Möglichkeiten Content zu verbessern. Neben der inhaltlichen Überarbeitung, läßt sich auch mit der Überarbeitung der Struktur eines Textes die Qualität spürbar verbessern.

Eine der am meisten unterschätzen SEO Maßnahmen ist die formelle Optimierung von inhaltlich guten Texten.

Überschriften

Überschriften helfen Ihren Nutzern die einzelnen Abschnitte Ihres Textes schnell zu erfassen. So kann der Nutzer besser erfassen, welche Unterthemen in dem Text behandelt werden. Er kann also auch gezielt nur die Abschnitte lesen, die für ihn am interessantesten sind. Deshalb sollten Überschriften möglichst kurz und prägnant das beschreiben, was im Abschnitt folgt. Kreative Überschriften sollten Sie eher sparsam einsetzen.

Überschriften helfen auch Google und anderen Suchmaschinen dabei, die Inhalte eines Textes zu erfassen. Darüber hinaus gehören sie zu den wichtigsten Elementen für die Keyword-Verwendung. Überschriften kennzeichnet man im HTML mit h1 ,h2, …,h6. Dabei ist die h1-Überschrift Ihre Hauptüberschrift.

Jede Website hat eine Hauptüberschrift – nicht mehr und nicht weniger. Pro Seite gibt es also genau eine h1-Überschrift. In der H1-Überschrift sollten Sie unbedingt Ihr Haupt-Keyword nutzen. Die h1-Überschrift fasst den Inhalt einer Seite zusammen, damit der Nutzer und die Suchmaschine wissen, worum es auf dieser Seite geht. Die restlichen Überschriften h2 bis h2 sollten Sie so strukturieren, dass sie in einer logischen Hierarchie auftauchen. Die h2 ist damit übergeordnet zur h3 usw.

Textabsätze

Absätze sollten Sie natürlich grundsätzlich verwenden. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Ihre Absätze nicht zu lang sind. Andernfalls geht die Übersichtlichkeit verloren und die Lesbarkeit leidet .

Auch in den Zwischenüberschriften ist die Verwendung von Keywords ratsam. Hier können Sie dann auch Synonyme, Varianten oder Keyword-Kombinationen aufnehmen. Der Nutzer weiß dann ganz genau, was ihn in den einzelnen Abschnitten erwartet. So wird Ihr Text angenehm lesbar.

Aufwertung des Contents mit Bildern

Bilder, Grafiken (und Videos) werten einen Text nicht nur optisch auf, sondern sie helfen dem Nutzer immens beim Textverständnis. Zudem liegt in diesen Elementen ein großes SEO-Potenzial, da solche Inhalte neben der „normalen Suche“ auch über die Bilder- und/oder Videosuche gefunden und angezeigt werden. Besonders bei der Schilderung von komplexen technischen Zusammenhängen sind Darstellungen des Inhalts sehr hilfreich für die Nutzer. Der Vorteil für den Nutzer ist klar ersichtlich: Er kann die Inhalte der Seite bereits erfassen, bevor er angefangen hat, den dazugehörigen Text zu lesen. Überlegen Sie sich, ob es Aspekte in Ihrem Text gibt, die mit einem Bild oder einem Video einfacher zu erklären sind als mit reinem Text?

Inhaltliche Überarbeitung

Die Überarbeitung kann aber auch dann Sinn machen, wenn der “erste Wurf” nicht optimal war. Texten ist auch eine kreative Arbeit. Insofern kann man von keinem Texter immer gleichbleibend hohe Qualität erwarten.

Sollten Sie merken, dass ein Text zwar fachlich richtig ist, sprachlich aber nicht bestmöglich formuliert, planen Sie am besten eine zeitnahe Überarbeitung mit frischen kreativen Kräften ein. Auch so kann die Qualität Ihrer Inhalte kontinuierlich verbessert werden.

Interne Links

Links gehören bekanntlich zu den wichtigeren Rankingfaktoren im Google-Algorithmus. Während über externe Links, also die eingehende Links von anderen Domains sehr viel gesprochen und deren Beschaffung mit viel Aufwand betrieben wird, findet die interne Verlinkung einer Website verhältnismäßig wenig Beachtung. Dabei ist die interne Verlinkung ist ein mächtiges SEO-Werkzeug und sollte sich nicht nur auf die Navigation und die Verwendung des Keywords im Linktext beschränken.

Externe Links steigern das Vertrauen von Google in die Domain. Je höher das Vertrauen ist, um so stärker vertraut Google auch den internen Links. Insofern sind beide Link-Arten wichtig und es wäre ein Versäumnis, wenn man sich nur auf die externe Verlinkung konzentriert und die Möglichkeiten der internen Verlinkung ausser Acht lässt.

Das praktische an internen Links ist, dass man sie vollkommen frei selbst bestimmen kann. Bei der Anzahl, der Platzierung und der Gestaltung der Linktexte kann man seine eigenen Plan umsetzen.

Darüber hinaus muss man sich keine Sorgen um Google-Filter machen. Während bei externen Links spätestens seit dem Penguin-Update der übermäßige Gebrauch von harten Money-Keyword im Anchortext schnell zu Rankingverlusten führt, ist bei internen Links eher das Gegenteil der Fall. Google empfiehlt in seinem PDF „Einführung in die Suchmaschinenoptimierung“: „… je besser der Ankertext ist, desto einfacher fällt den Nutzern die Navigation und desto besser versteht Google, wovon die Seite, auf die verlinkt wird, handelt.“

Wenn es auf der Zielseite also z.B. um „Private Krankenkassen“ geht, ist es absolut legitim die Seite intern so häufig mit dem Linktext „Private Krankenkasse “ zu verlinken wie man möchte. Man verstößt damit gegen keine Richtlinien von Google. Die meisten Websites schöpfen diese Möglichkeit nur unzureichend aus. Denken Sie aber daran, dass die verlinkten Seiten für den Nutzer trotzdem relevant sein müssen.

Wie viele Interne Links sollte ich verwenden?

Leider gibt es auch hierfür keinen Richtwert. Versetzen Sie sich in die Situation des Lesers. Können Sie den Text mit den Links noch lesen oder werden Sie nur noch abgelenkt? Auch hier ist wieder die oberste Prämisse, der Text muß durch die internen Links besser werden.